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Neues Leben für die ehemalige Knorr-von-Rosenroth-Mittelschule in Hartmannshof

Meldung vom 04.10.2018 So geht es mit dem ehemaligen Schulgebäude weiter

Vor dem alten Schulgebäude (v.li.) Bürgermeister Jörg Fritsch, Jan Fritsche, Siegfried Kühn, Bürgermeister Reiner Pickel und Stefan Lang

HARTMANNSHOF (ma) – „Ende gut, alles gut“ könnte man hier sagen. Die Rede ist vom ehemaligen Schulgebäude der Knorr-von-Rosenroth-Mittelschule in Hartmannshof, das seit einiger Zeit leer steht und entweder auf einen Käufer oder den Abriss wartet.

Beide Optionen waren auch schon intensiv im Gespräch. Nun hat sich die perfekte Lösung einer Sanierung und Weiterverwendung ergeben, die bei einem Treffen auf dem Schulgelände diskutiert wurde. Bürgermeister Jörg Fritsch von der Großgemeinde Pommelsbrunn, sein Amtskollege Reiner Pickel aus Weigendorf, Jan Fritsche, Geschäftsführer der Firma Burchard Führer, Heimleiter Siegfried Kühn vom Seniorenpflegeheim St. Benedikt in Amberg sowie Architekt Dipl.Ing. Stefan Lang von Weber & Lang in Hersbruck waren hierzu zusammengekommen.

Wie Fritsche eingangs ausführte, sei seine Firma ein Investor und Betreiber in der Seniorenpflege mit Zentrale in Dessau. Man betreibe in der Gegend bereits zwei Einrichtungen, nämlich St. Benedikt in Amberg und den Jakobushof in Auerbach. Zur Zeit habe man in der Region 150 Betreuungsplätze mit rund 120 Mitarbeitern, die Gesamtzahl an Betreuungsplätzen betrage 3800 mit 3300 Mitarbeitern. Als mittelständisches Unternehmen sei man seit 25 Jahren erfolgreich in der Seniorenpflege tätig. Um das Engagement in der Gegend weiter auszubauen, habe man den Komplex mit rund 10 000 Quadratmetern Grundstücksfläche erworben. Man plane keinen Abriss, sondern  Sanierung und Anbau. Die Grundstücksverhandlungen seien zu jeder Zeit äußerst kooperativ verlaufen.

Es sei dies ein in die Jahre gekommenes Gebäude, so Bürgermeister Fritsch, der auch Vorsitzender des Schulvermögen- und Kindergartenverbandes Pommelsbrunn-Weigendorf ist. Weil man ursprünglich den Abriss geplant habe, sei ein Schadstoff-Gutachten in Auftrag gegeben worden. Die Gemeinde Weigendorf sei beim Thema „Abriss“ aber zurückhaltender gewesen und habe gemeint, dass man sich doch erst auf die Suche nach Investoren begeben solle. So habe man gemeinsam gesucht und auch einen Investor gefunden.

Diese Firma, nämlich Burchard Führer, habe laut Reiner Pickel, der den Erstkontakt herstellte, großes Interesse signalisiert. Bei einem Besuch des Heimes in Amberg habe man sich von der soliden Arbeit überzeugt. Die Vorgespräche seien sehr konstruktiv verlaufen. Von den Fachbehörden kam bereits grünes Licht. Wie Pickel betonte, hätten beide Gemeinden an einem Strang gezogen.

Nach Fertigstellung soll das Seniorenheim über 60 Betreuungsplätze verfügen, verteilt auf 50 Einzelzimmer und fünf Doppelzimmer, alle mit Balkon. Dazu kommen ein großzügiger Aufenthaltsbereich, Speisesaal und Küche. Mit dem Abschluss der Arbeiten wird Mitte 2020 gerechnet, die Investitionen belaufen sich auf rund 4,5 Mio. Euro und es werden 35-40 Arbeitsplätze neu geschaffen.

Mit Blick auf die darunter liegende Grundschule mit Kindergarten betonte Fritsch, dass hier der Mehrgenerationen-Gedanke perfekt verwirklicht werde. In beiden Gemeinden wohnten viele Senioren, so Pickel abschließend. „Wir profitieren auch davon, ich finde es positiv“. Übrigens bekommt das Seniorenheim eine neue Zufahrt über den Högenbach, die noch in Planung ist.

Helga Manderscheid

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