Bunter Abend im Markgrafensaal Hohenstadt am 27.10.2018

31. Oktober 2018 : „Einen bunten Strauß beliebter Melodien und humorvoller Textbeiträge“ versprach das Programm des „Bunten Abends“, zu welchem der Gesangverein 1862 Hohenstadt in den Markgrafensaal geladen hatte und das war nicht zu viel versprochen.

HOHENSTADT (ma) – „Einen bunten Strauß beliebter Melodien und humorvoller Textbeiträge“ versprach das Programm des „Bunten Abends“, zu welchem der Gesangverein 1862 Hohenstadt in den Markgrafensaal geladen hatte und das war nicht zu viel versprochen. Begeisterter Applaus und Zugabe-Rufe bewiesen den Mitwirkenden, dass sie voll und ganz den Geschmack des Publikums getroffen hatten, das den großen Saal bis auf den letzten Platz füllte. Durch das Programm führte humorvoll und kenntnisreich Werner Lüdel.

Hans Brunner, 1. Vorsitzender des Gesangvereins 1862 Hohenstadt („so einen Riesenzuspruch hatten wir noch nie“), konnte im Publikum nicht nur Gemeinderat Peter Butters als Vertreter der Gemeinde und den 1. Vorsitzenden des Sängerkreises Hersbruck, Heinrich Bodendörfer mit Gattin begrüßen, sondern auch  Pfarrer Georg Pilhofer und viele Vereinsvorstände.   Die Veranstaltung eröffneten gemeinsam der GV 1862 Hohenstadt und der GV 1877 „Sängerbund“ Vorra , die unter Leitung von Wolfgang Pöhner Lieder wie „Der Spielmann ist da“, „Crambambuli“ und „Der neue Jahrgang“ vortrugen.

Doris Seitz und Lisa Pflaum erregten viel Heiterkeit als Richter und Angeklagter mit ihrem Sketch vom „singenden Landstreicher“, während die Gruppe Feierahmd (Conny Renner an der Zither, Heidrun Lochmüller am Hackbrett und Hans Brunner sowie Jockel Streb an der Gitarre) mit der Polka „Der Hirtengirgl“ und dem Maxglaner Zigeunermarsch wieder musikalische Akzente setzten. Mit dem Lied „Speak low“ des deutschstämmigen Komponisten Kurt Weill hatte Daniela Kohl-Czertzick, begleitet von Ute Königer am Klavier, einen mit viel Applaus belohnten Auftritt.

Als die „Bergvagabunden“ erklangen, erschien Werner Lüdel, der neben einem Gipfelkreuz über „weibliche Strategie“ nachsann. Eine witzige Textübertragung von „What a wonderful world“ ins Fränkische hatte Wolfgang Pöhner geleistet, die er auch als „uner Weld is doch schöi“ mit Jockel Streb am Klavier vortrug. Doris Seitz und Lisa Pflaum hatten bei den „Arztgesprächen zwischen zwei Frauen“ zwerchfellerschütternde Erkenntnisse mitgebracht (ist ein Dermatologe wirklich für Gedärme zuständig?), während die Gruppe Feierahmd  vor der Pause einen weiteren Auftritt hatte. „A mal wos anders“ , von Conny Renner extra angekündigt, war dann eine geschickt die Tonarten wechselnde Trademix-Polka.

Ausschnitte aus der Operette „Der Vogelhändler“ von Carl Zeller füllten den zweiten Teil des Programms. Eine Reihe von Doppelrollen hatten Wolfgang Pöhner als Adam und Professor Würmchen sowie Jockel Streb als Bürgermeister Schneck und Professor Süffle zu bestreiten, während Reinhold Montaperti ebenfalls den Adam gab und Hans Brunner sowie Horst Hafner abwechselnd als Baron Weps auftraten. Auch die Kurfürstin Marie (Martina Wollin) und die „Christel von der Post“ (Daniela Kohl-Czertzick) waren mit von der Partie, ebenso die beiden Chöre. Als Erzähler fungierte Werner Lüdel.

Zum Schluss regnete es nicht nur Applaus, sondern auch Blumensträuße für die Damen, Wein für die Herren und einen Vogelkäfig für Wolfgang Pöhner, der nach Meinung aller für diese Aufführung eine „Mammutarbeit“ geleistet hatte.

Helga Manderscheid

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