Sie sind hier: Startseite » Katastrophenschutz-Großübung „Brownout“ im Bereich Hersbruck am 10. Oktober
Pressemitteilung des Landratsamt Nürnberger Land:
Was passiert, wenn plötzlich für längere Zeit kein Strom mehr da ist? Dieses Szenario steht am Samstag, 10. Oktober, im Mittelpunkt einer Katastrophenschutz-Großübung im Raum Hersbruck. Landratsamt, Feuerwehren, Rettungsdienst und weitere Blaulichtorganisationen trainieren dabei ihre Zusammenarbeit und internen Abläufe. Der Strom wird dafür nicht tatsächlich abgeschaltet.
Ein sogenannter Brownout beschreibt eine gezielte, zeitlich begrenzte Abschaltung der Stromversorgung, beispielsweise um ein überlastetes Stromnetz zu stabilisieren. Bei der Großübung wird eine solche Abschaltung angenommen und unter realitätsnahen Bedingungen durchgespielt. Die Stromversorgung im Nürnberger Land bleibt während der gesamten Übung unverändert bestehen!
Geübt wird in den Städten und Gemeinden Hersbruck, Hohenstadt, Neuhaus, Offenhausen, Pommelsbrunn und Reichenschwand sowie am Landratsamt in Lauf. Insgesamt nehmen über 400 Einsatzkräfte und Beteiligte aus unterschiedlichen Organisationen und Behörden teil: Führungsgruppe Katastrophenschutz, Feuerwehr, Kreisbrandinspektion, BRK, Wasserwacht, Bergwacht, Psychosoziale Notfallversorgung, ASB AUXI, THW, Polizei, Bundespolizei, Bundeswehr, die Verwaltung der involvierten Gemeinden und die Hersbrucker Energie- und Wasserversorgung GmbH. Mitarbeitende aus den Landratsämtern Erlangen-Höchstadt und Fürth unterstützen bei der Übungsbeobachtung. Für zusätzliche Herausforderungen sorgen rund 45 Laienschauspieler, die unterschiedliche Situationen und Anliegen darstellen. Sie bringen möglichst realitätsnahe Aufgaben in das Übungsgeschehen ein. Die Übung stellt somit eine anspruchsvolle und komplexe Simulation einer Großschadenslage dar.
Für die Bürgerinnen und Bürger wird vom Übungsgeschehen wenig bis nichts zu bemerken sein. Die Übung soll zeigen, wie die Führungs- und Einsatzstrukturen in einer außergewöhnlichen Lage ineinandergreifen und ob die vorgesehenen Abläufe funktionieren. „Eine gute Vorbereitung ist im Katastrophenschutz entscheidend. Im Ernstfall müssen viele verschiedene Organisationen schnell und verlässlich zusammenarbeiten und das lässt sich nicht erst dann ausprobieren, wenn es darauf ankommt. Mein besonderer Dank gilt deshalb allen Einsatzkräften, die sich die Zeit nehmen, ihre Abläufe zu trainieren und damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Menschen im Nürnberger Land leisten“, sagt Landrat Armin Kroder.
Sollte es tatsächlich einmal zu einem länger andauernden Stromausfall kommen, stehen im Nürnberger Land verschiedene Anlaufstellen zur Verfügung. Die Feuerwehren besetzen ihre Wachen und übernehmen dabei zusätzliche Funktionen als sogenannte „Leuchttürme“. Außerdem richten mehrere Gemeinden Versorgungszentren ein. Dort können Menschen Unterstützung finden, die sich in einer solchen Situation nicht selbst helfen können. Weitere Informationen zu (Selbst-)Vorsorge, Warnung der Bevölkerung und dem Katastrophen- und Bevölkerungsschutz im Nürnberger Land gibt es auf der Webseite des Landratsamtes.
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